GoGREAT ist eine Community, in der sich Unternehmen gegenseitig auf dem Weg in Richtung Selbstorganisation, Transparenz, Vertrauenskultur und solide Finanzen unterstützen – und das alles auf spielerische Weise, mit viel Spaß und Teamgeist. Der Einstieg in dieses System ist ganz einfach: Man sucht ein Thema, in dem Verbesserungspotenzial steckt, findet dafür ein Meßsystem und legt los. Diese so genannten Mini Spiele haben mehrere Effekte: Sie machen klar, wie schnell man als Team etwas verändern kann, wenn man sich gemeinsam fokussiert. Sie sorgen für gute Laune, weil die Ergebnisse und Erfolge sichtbar werden. Sie bieten eine Plattform, auf der jeder Teilnehmer abteilungsübergreifend und unabhängig von Status und Machtposition gute Ideen einbringen kann. Und sie machen aus manchmal ungeliebten Aufgaben spannende Herausforderungen. Wenn der Spielstand jeden Tag gemeinsam angeschaut wird, bekommt das Team das, was im Alltag oft vermisst wird: Anerkennung und Wertschätzung.

Für ein funktionierendes Spiel braucht man natürlich erst einmal eine herausfordernde Aufgabe. Die weiteren Elemente sind:

  • eine Kennzahl für den Erfolg
  • ein guter Name für das Spiel
  • drei Gewinnstufen und entsprechende Prämien
  • eine Tafel für den Spielstand („ Scoreboard“)
  • eine passende Spieldauer (lang genug, um Verhalten zu verändern)
  • einen Spielleiter
  • einen Huddle-Rhythmus

Das Spielteam

Die schenkYOU GmbH ist ein schnell wachsendes Startup in Witten, das eine besonders liebenswerte Mission verfolgt: es ist spezialisiert auf Freundschafts- und Liebesbekundungen auf Schmuckstücken und Accessoires. Jedes Stück ist ein Unikat, das in der (noch) kleinen Manufaktur von einem 10köpfigen Kernteam angefertigt wird. Die schenkYOU-Crew rund um ihren charismatischen Gründer und Chefdesigner Melih Kesmen ist seit Anfang 2017 Mitglied der GoGREAT-Community, und ist gleich mit einem sehr erfolgreichen Spiel auf die Reise gegangen. Mehr Infos: www.schenkyou.de

Das Thema

Mini Spiele sind grundsätzlich dazu da, das Unternehmen in einem großen oder kleinen Engpass zu stärken. Wenn sich viele Menschen in der Organisation zielgerichtet darauf konzentrieren, diesen Engpass aufzulösen, muss das System nahezu zwangsläufig erfolgreicher werden.  Die ersten MiniSpiele spielt man am besten auf ein Thema, das viele nervt – dann ist relativ sicher, dass es die Unterstützung vom gesamten Team bekommt. Bei schenkYOU war ein immer währendes Ärgernis die Ordnung im Betrieb. Gestartet wurde die Produktion in einer Dreizimmerwohnung. Schnell platzte dieses Provisorium aus allen Nähten, und an Ordnung war kaum zu denken. Das sollte sich 2017 ändern, als schenkYOU in eine große Produktionshalle umzog. Das erste Spiel richtete sich auf das Thema „Ordnung im Betrieb“, weil nun die Gelegenheit günstig war, sich gemeinsam auf neue Verhaltensweisen zu konditionieren.

Die Kennzahl und die Gewinnstufen

Die Kennzahl war entsprechend einfach zu finden: für jeden Tag, an dem ausnahmslos jeder Arbeitsplatz in der Produktion, der Logistik und im Büro tadellos aufgeräumt war, gab es einen Punkt. Bei 10 Punkten innerhalb von 6 Wochen sollte es ein Eis für alle geben, bei 20 ein Grillfest und bei 30 Punkten einen Betriebsausflug nach Amsterdam.

Der Name und die Teilnehmer

Das Spiel wurde „Frühjahrsputz“ getauft. Ausnahmslos jeder Mitarbeiter bei schenkYou machte mit. Zunächst einmal wurde sicher gestellt, dass an jedem Arbeitsplatz auch tatsächlich Ordnung gehalten werden konnte. Dann wurde jeder Arbeitsplatz in perfekt aufgeräumten Zustand fotografiert. Am Abend kontrollierte jemand, ob jeder Arbeitsplatz so aussah wie auf dem Foto. Traf das für alle zu, gab es für den Tag einen Punkt.

Das Scoreboard

Jedes Spiel braucht ein „Scoreboard“, also ein Medium, mit dessen Hilfe man jederzeit sehen kann, wie erfolgreich das Team gerade ist und wie das Spiel steht. Das Scoreboard für „Frühjahrsputz“ war ein riesiges Brett mit vorgestanzten Elementen. Für jeden erfolgreichen, top aufgeräumten Tag wurde eines der Elemente vom Scoreboard entfernt.

Der Huddle-Rhythmus

„Huddeln“ heißt: das Team kommt regelmäßig für kurze Zeit zusammen, um den Fortschritt des Spiels zu besprechen. Was läuft gut – woran kann noch gearbeitet werden – was nehmen wir uns bis zum nächsten Treffen vor? Der Begriff „Huddle“ kommt aus dem American Football und beschreibt eine kurze Teambesprechung auf dem Feld um den nächsten Spielzug anzusagen. Huddle und Scoreboard sind unabdingbar, um gemeinsam die Erfolge zu teilen. Im Huddle wird gemeinsam besprochen, wie man das Ergebnis noch verbessern kann, und hier spürt man, dass man als Team alles erreichen kann, wenn man sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam kreativ ist.

Die Huddles des „Frühjahrsputzes“ fanden jeden Morgen statt, indem der Bericht des „Kontrolleurs“ verkündet wurde. Im Falle eines Erfolges wurde dann feierlich ein neues Feld auf dem Scoreboard freigelegt.

Das Ergebnis

Bei schenkYOU zeigte sich wieder einmal, dass sich das Verhalten sofort ändert, wenn man den Systemrahmen verändert. Praktisch vom ersten Tag an herrschte Ordnung. Das Team leistete sich in den ersten sechs Wochen nur einen Ausrutscher. Normalerweise versucht man, neue Verhaltensweisen über Regeln zu erzeugen. Doch wenn jemand gegen diese Regeln verstößt, gibt es meist keine Konsequenzen, außer einer Ermahnung durch Vorgesetzte. Man fühlt sich dann in eine typische Familienszene versetzt, in der die Eltern ihre Sprösslinge vergeblich über Ermahnungen und Bestrafungen zur Ordnung antreiben. Was passiert mit denen, die die Regeln einhalten? Normalerweise werden deren Beiträge für selbstverständlich gehalten, und sie bekommen keinerlei Wertschätzung dafür. Und sie sehen, dass diejenigen, die gegen die Regel verstoßen, im Grunde keinerlei Folgen zu spüren bekommen – außer, dass sie die Aufmerksamkeit der Vorgesetzten bekommen. Das demotiviert natürlich die Ordentlichen, die dann wieder auf den Normalmodus zurückschalten. Anders bei schenkYOU: der Teamgeist in Verbindung mit der positiven Wertschätzungen in den Huddles sorgte dafür, dass die neuen Regeln problemlos eingehalten wurden.

Dazu Melih Kesmen: „GoGREAT habe ich völlig unterschätzt. Am Anfang konnte ich nichts damit anfangen: ‚Spielen‘ hat aus unserer Konditionierung heraus gar nichts mit Arbeit zu tun. Ich kann nur sagen, es ist magisch, was innerhalb kürzester Zeit an Ordnung und Ergebnis passiert ist. Meine Mitarbeiter oder Mitunternehmer machen jetzt Arbeiten, die sie vorher angekotzt haben, mit einem Lächeln im Gesicht. Nach 10 Tagen eine Wende um 180 Grad. Du kannst ALLES drehen: Systemlosigkeit zu Systemhaftigkeit, Unordnung in Ordnung, Demotivation in Motivation – das ist ein mächtiges Tool. Da ich das Spiel mit den Mitarbeitern gestaltet habe, brauche ich sie gar nicht fragen, wie sie es finden: sie finden es alle geil, weil alle mitmachen und es so ein selbstmotivierendes Ding ist. GoGREAT ist ein mächtiges Tool um coole Dinge zu erreichen.“

Und noch eine Langzeitwirkung ging vom ersten MiniSpiel aus: Wenige Wochen nach dem Spielende wurde schenkYOU zum Muttertag von Aufträgen überrollt. Selbst die optimistischsten Prognosen wurden übertroffen. Das ganze Team musste über zwei Wochen selbst über die Wochenenden durcharbeiten, um pünktlich liefern zu können. Dazu Melih: „Das wäre sicher nicht in so guter Stimmung abgelaufen, wenn wir nicht vorher als Team so zusammen gewachsen wären.“ Mittlerweile befindet sich das gesamte Team im Finanztraining und startet ins „große Spiel“ um den Erfolg des gesamten Unternehmens.

 
 

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